Blick über den Tellerrand: Mit dem Projekt „Management in Practice“ haben unsere Führungskräfte die Möglichkeit, in verschiedene operative Bereiche bei Austrian Airlines hineinzuschnuppern. Nils Röhlinger, Head of Component Maintenance & Workshops, nutzte die Chance und hat bereits einen Tag Schnupperkurs absolviert: Heute erzählt er von seinem spannenden Einsatz auf dem Flug nach Kairo!

 Austrian Airlines

 

Wie bist du zu Austrian Airlines gekommen?

 

Ich habe vorher bei der Lufthansa Technik in Hamburg gearbeitet und bin durch meinen Vorgesetzten auf diese Stelle aufmerksam gemacht worden. Da ich schon immer Interesse daran hatte, weitere Unternehmen des Lufthansa Konzerns kennenzulernen, habe ich mich damals recht kurzfristig beworben.

 

Was ist deine jetzige Aufgabe bei Austrian Airlines?

 

Ich leite die Werkstätten in der Austrian Technik, die für die Reparatur und Überholung von Flugzeugkomponenten zuständig sind. Komponenten sind einfach ausgedrückt fast alle Geräte, die man bei einem Flugzeug austauschen kann – Triebwerke und Fahrwerke mal ausgeschlossen. Wir hier am Standort Wien bearbeiten u.a. Räder, Notrutschen, Geräte für Avionic- und Intercommunication, Lichter, etc.

 

Warum hast du dich dafür entschieden, bei „Management in Practice“ mitzumachen?

 

Ich arbeite für eine Airline und somit wird auch mein Gehalt durch den Verkauf von Flugtickets erwirtschaftet. Aufgrund meiner Arbeit in der Technik bin ich also vom eigentlichen Produkt ein ganzes Stück entfernt – wenigstens punktuell möchte ich dies hin und wieder ändern.

 

In welchen Bereich hast du im Zuge des Projekts hineingeschnuppert?

 

Ich bin auf den Flügen nach Kairo und zurück mitgeflogen und habe versucht, der Kabinen Crew so viel wie möglich über die Schulter zu schauen und zu helfen.

 

Was genau war deine Aufgabe während „Management in Practice“?

 

Auf dem Flug nach Kairo habe ich in der Business Class die Passagiere bedient. Die Tätigkeiten reichten von Kissen holen, über Mahlzeiten servieren bis hin zum Zubereiten einer Wiener Melange…
Während des kurzen Aufenthaltes habe ich beim Reinigen und Vorbereiten der Kabine geholfen und auf dem Rückflug habe ich die Mahlzeiten und Getränke in der Economy Class verteilt.

 

Waren auch ein bisschen Nervosität und Adrenalin dabei?

 

Auf jeden Fall! Insbesondere vor dem Handling der Getränke in der Kabine hatte ich doch eine große Portion Respekt. Der Worst Case ist aber ausgeblieben, ich habe keine Rotwein- oder Kaffeeflecken auf Kleidungsstücken von Passagieren verursacht.

 

Wie sah dein Tag in der Luft genau aus?

 

Ich bin morgens beim Crew Briefing im Head Office dazu gestoßen und ab da einfach überall hin mitgelaufen. Mit dem Crewbus ging es über den Checkpoint zum Flieger, dort und während des Zwischenstopps in Kairo habe ich versucht, so gut es geht bei den Vorbereitungen zu helfen (Brötchen in den Ofen, Zeitschriftenständer vor den Eingang, etc.). Während der Flüge habe ich Mahlzeiten verteilt und versucht, alle möglichen Wünsche von den Passagieren zu erfüllen. Und abends ging es dann per Crewbus über den Checkpoint wieder zurück zum Head Office.

 

Was war das schönste und/oder lustigste Erlebnis bei deinem Training?

 

Auf dem Flug nach Kairo hatten wir einen eher schlecht gelaunten Passagier in der Business Class, dem weder der Sitzkomfort noch das Essen zugesagt hat. Nachdem wir ihm aber eine Wiener Melange mit ordentlich (handgemachtem) Milchschaum serviert haben, hellte sich sein Gesicht auf und es kam sogar ein „This coffee was excellent!“ über die Lippen. Das hat sich irgendwie wie ein kleiner Sieg angefühlt.
Und natürlich war auch der Anflug auf Kairo mit Blick auf die Pyramiden ein absolutes Highlight.

 

Was waren die Herausforderungen während deines Einsatzes?

 

Das Gefühl, ständig von 130 Augenpaaren beobachtet zu werden. Außerdem gab es (wie wahrscheinlich auf jedem Flug) ca. 10% der Passagiere, die in Summe 60% der Aufmerksamkeit verlangen … hier immer freundlich und gut gelaunt zu bleiben, muss man sich bewusst vornehmen!

 

Welche spannenden Einblicke hast du dir aus der Luft mitgenommen?

 

Als Passagier nimmt man die Aufgaben der Kabinen Crew nur sehr eingeschränkt war. Hier die ganze Facette mitzuerleben war sehr interessant.

 

 

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