„Japan hat für einen einzigen Urlaub viel zu viel zu bieten.“ Austrian Airlines Fan Judith war überrascht, als sie zum ersten Mal nach Japan reiste: Es war genauso kitschig schön, wie es die Reiseführer beschrieben hatten. Zu schön für eine einzige Reise. Zu schön für einen einzigen Reisebericht.

 

 

Ein bisschen kitschig mutet Japan schon an, in diversen Reiseführern. Der Fuji ist zwar fast immer umwölkt, aber auf allen anderen Fotos herrscht strahlend blauer Himmel, herrlicher Sonnenschein, türkises Meer oder intensiv grün strahlende Wälder und Gärten. Wer sich über die graue Stadtgrenze Tokios hinauswagt, wird feststellen müssen: Das ist keine für Reiseführer-Fälschung!

 

Japan, Fuji

Japan, Fuji

 

 

Ein Hüpfer über Tokios Grenze hinaus zahlt sich aus. Vor allem hat Japan vielen anderen Reisezielen etwas voraus: Per Zug reist es sich sehr bequem, praktisch und schnell. Speziell für Touristen gibt es den Japan Rail Pass, welcher für sieben, 14 oder 21 Tage bereits im Reisebüro zu Hause vorbestellt werden sollte. Dann steht dem wilden Zug-Abenteuer quer durchs Land nichts mehr im Wege.

 

Erste Station: Tokio

 

Wer noch nie eine Megastadt wie Tokio besucht hat, wird beeindruckt oder aber vielleicht sogar ein wenig überfordert sein. Tokio ist vielfältig, laut, bunt, schrill, romantisch, spannend und bietet an jeder Ecke andere Dinge, die einen in Staunen versetzen. Fashion Victims werden ihre wahre Freude haben, ebenso wie Kunstliebhaber oder Geschichte-Begeisterte.

 

Tokio, Tempel Wunschkarten

Tokio, Tempel Wunschkarten

 

Vom gestylten Ginza-Viertel über das bunt leuchtende Shinjuku bis hin zur vor allem Abend sehr romantischen Tokio-Bucht. Fortbewegen kann man sich getrost mit der U-Bahn. Allerdings sollte man die Stoßzeiten klar vermeiden. Dann schafft es nämlich oft nicht einmal mehr ein geübter Japaner, sich durch die Türe hinein zu quetschen.

 

Fun Fact am Rande: In Tokyos U-Bahnen herrscht Telefonierverbot. Was die Einheimischen natürlich nicht davon abhält, fleißig Nachrichten in ihre Smartphones zu tippen, aber immerhin ist es ruhiger als man bei den oft brechend vollen Zügen vermuten würde.

 

Don’t miss

 

Das Viertel Ikeburo mit seinen gewaltigen Einkaufszentren sowie das Vergnügungs- und Einkaufsviertel Shinjunku sollte man zumindest einmal durchwandern und dabei einen Abstecher zur Shinjunku-Kreuzung machen, wo bei „Grün“ im Minutentakt beeindruckende Menschenmassen kreuz und quer die Zebrastreifen stürmen. Am besten wenn es bereits dunkel wird. Denn nicht nur die akustische Dröhnung, hervorgerufen durch die Menschenmassen und Werbejingles und Einkaufsmusik, sondern auch durch den optischen Eindruck der Leuchtreklamen ist es bestimmt ein bleibender.

 

Tokio, Shinjunku

Tokio, Shinjunku

 

Von den Aussichtsplattformen des Tokyo Metropolitan Government Offices hat man bei klarem Wetter einen tollen Ausblick über die Stadt. Tokios Geschichte erschließt sich einem am besten im Edo-Tokyo-Museum. Anime-Fans sollten sich am besten bereits vor der Reise die heißbegehrten Tickets für das berühmte Ghibli-Museum sichern.

 

Und zuletzt: Nicht nur Romantiker sondern auch Marine-Fans müssen unbedingt die lange Reise mit der U-Bahn in die Tokio-Bucht wagen. Das Einkaufzentrum gleich neben dem Meeresmuseum bietet diverse Restaurants mit Blick auf den kitschig-romantischen Sonnenuntergang über Tokio. Zur Entspannung zwischen dem anstrengenden Sightseeing empfiehlt sich eine Pause in einem der wundervollen Parks der Stadt. Es ist nämlich tatsächlich kaum zu glauben, wie ruhig es in einer so lauten Stadt sein kann.

 

Tokio, Ghibli Museum

Tokio, Ghibli Museum

Tokio, Aussicht Metropolitan Government Offices

Tokio, Aussicht Metropolitan Government Offices

Tokio Bucht

Tokio Bucht

 

Wohnen over the Top

 

Wer den Luxus schätzt, steigt am besten a la „Lost in Translation“ im Park Hyatt Tokyo ab. Bar und Hotel sind absolut sehens- und erlebenswert und es ist schwer einen vergleichbar tollen Ausblick in Tokio zu finden. Für alle mit weniger Budget heißt es: früh buchen und gut auswählen. Hotels sind teuer in dieser Stadt. Wer ausgehen möchte, sucht sich am besten auch gleich das richtige Viertel zum Schlafen aus, denn auch Taxifahrten sind annähernd unerschwinglich. Oder man bleibt einfach bis zur ersten U-Bahn.

 

Karaoke singen im Whirlpool oder mit 15.000 Menschen gleichzeitig die Straße überqueren: Was ihr euch außerdem in Tokio nicht entgehen lassen solltet erfahrt ihr hier. Im zweiten Teil von Judiths Reisebericht geht’s ab in den Süden. Dort trifft sie auf das traditionelle Japan, lebende (!) Nationalschätze und alles, außer Sushi. Übrigens: Mit Austrian Airlines fliegt ihr von Wien jeden Tag (außer Mittwoch) direkt nach Tokio – günstige Flüge findet ihr gleich hier.