Auf zu kulinarischen Höhenflügen! In den vergangenen Wochen haben uns immer wieder Fragen rund um das Thema Essen und Trinken bei Austrian Airlines erreicht. Daher haben wir nun für euch einen Einblick in die Planung und die Produktion der Austrian Airlines-Menüs vorbereitet. Ab heute starten wir mit einem neuen redblog-Special zu unseren Menüs über den Wolken. Die Ersten, die wir euch vorstellen wollen: das Inflight Service-Team von Austrian Airlines!

 

Catering über den Wolken

 

Wie wird ein Menü eigentlich zu einem Menü der Lüfte? Bei Austrian Airlines ist das ein langer und ausgTrayewählter Prozess, der in viele kleine Schritte unterteilt ist. Aber: der Reihe nach ;). Eine wesentliche Rolle bei der Planung und Koordination der Speisepläne spielt unser Inflight Service-Team. Das Team ist die Schnittstelle zwischen DO & CO und unserem Service an Bord. Ein Teil des Teams setzt sich aus FlugbegleiterInnen zusammen, die für Serviceabläufe und die richtige Beladung verantwortlich sind.

Unsere kulinarische Crew wählt die Menüs aus, macht Änderungsvorschläge und sammelt das Feedback der Fluggäste ein. Außerdem sind sie für die Umsetzung der Trayszusammenstellung (Traysetting)- also den einzelnen Teilen unseres Servicetabletts – zuständig.  Hier ist nämlich millimetergenaue Arbeit gefragt: eine Tasse darf zum Beispiel nicht höher als 52 mm sein, sonst passt das Tablett nicht mehr in den Trolley!

 

Ein genau eingeräumter Mealtrolley

 

 

Viele Menüs, einiges zu tun: auf der Kurz- und Mittelstrecke gibt es insgesamt 8 Menüs, die alle 6 Monate geändert werden. Auf Langstreckenflügen wechseln wir alle zwei Monate die Menüs. Zusätzlich wechseln sich die unterschiedlichen Gerichte wöchentlich ab, damit sich die Menüs auf einem Flug nicht wiederholen. „Es ist wie daheim. Da hat man ja auch oft einen Speiseplan, erzählt uns der Head of Inflight Product & Cabin Standards Alexander Mayer. Und dann ist da natürlich noch der gastronomische Kalender: zu jeder Jahreszeit gibt es auch saisonale Gerichte. „Im Mai gibt es Spargel, im August Marillen und zum Martini-Fest eine Martini Gans“, so Alexander Mayer.

 

 

 

 

 

 

Fliegende Gerichte

 

Wann ist ein Gericht flugtauglich? Auf Anfrage von unserem Inflight Service-Team entwickelt DO & CO Konzepte für Menüs – und die müssen natürlich flugtauglich sein. „Wir versuchen, ein Restaurant über den Wolken aufzubauen, aber es ist halt immer noch ein Flugzeug“, betont Alexander. Zuviel Sauce kann z.B. nicht vorteilhaft sein: beim Steigflug läuft sie sonst über den Tellerrand. Hier spielt die langjährige und ausgezeichnete Erfahrung von unserem Team und DO & CO eine große Rolle: „DO & CO hat die beste Expertise. Sie schlagen erst gar nichts vor, was nicht Airline-Food gerecht ist.“

 

Nach der Konzeption des Speiseplans geht’s endlich ans Probieren! In der DO & CO Küche überprüft unser Inflight Service-Team die Gerichte. Bei Bedarf ändert die Crew die Zusammenstellung des Gerichts – manchmal können hierbei auch Details entscheidend sein: „Wir tauschen zum Beispiel bei einem warmen Frühstück eine aufgeschnittene Tomatenhälfte gegen eine Cherrytomate aus, da diese beim Regenerieren keine Flüssigkeit verliert und so das Eigericht nicht im Tomatenwasser schwimmt.“ Nach der Kostprobe wird’s spannend: die Speisen kommen in den so genannten Service Mock Up. Das ist eine nachgebaute Flugzeugkabine mit vollfunktionsfähigen Küchen. Hier wird der komplette Serviceablauf simuliert und die Gerichte dabei auf ihre Flugtauglichkeit getestet.

 

Wenn die Menüs den Test im Kabinensimulator bestehen, werden sie auf ihren ersten Flug geschickt. Bei diesem Erstflug ist auch Alexander dabei – er ist selbst ausgebildeter Flugbegleiter und kontrolliert, ob alle Abläufe einwandfrei funktionieren. Nach einer erfolgreichen Aufnahme in unseren Speiseplan fliegt das jeweilige Gericht dann ab einem bestimmten Stichtag mit uns mit. Bis dahin ist das Gericht allerdings geheim.
In der nächsten Woche geht es dann in die Küche von DO & CO. Besser gesagt in die Küchen. Aber zu viel wollen wir natürlich nicht verraten. 😉