ostel
Bild: ostel.eu

 

In Berlin gibt es Ostalgie auch als Übernachtungsangebot.


Begonnen hat die mit dem Wortspiel Ostalgie bezeichnete Wehmut nach den Produkten und Verhältnissen der DDR Mitte bis Ende der 1990er Jahre. Dazu beigetragen hatte das Verschwinden von beliebten Waren wie Nudossi-Brotaufstrich oder Club Cola. Neue Unternehmen übernahmen die dadurch wieder lukrativ gewordenen Marken und stellten ähnliche Produkte her. Gleichzeitig wurde die Ostalgie auch eine kulturelle Strömung: Filme wie „Sonnenalle“ von Leander Haussmann und später „Good Bye, Lenin!“ von Wolfgang Becker wurden große Erfolge, und obwohl kritische Stimmen vor einer nachträglichen Verharmlosung eines Regimes warnten, kamen DDR-Parties und -Kleidung immer weiter in Mode und auch das Fernsehen sprang mit der „Ostalgie-Show“ oder der „großen DDR-Show“ auf den Zug auf.

 

„Ostalgische“ Gefühle möchte auch das entsprechend benannte Ostel in Berlin-Friedrichshain bedienen. In einem noch zu Ostblockzeiten errichteten Plattenbau wurden Zimmer und ganze Appartments so eingerichtet, wie sie damals tatsächlich ausgesehen haben könnten. Oder wie die Ostel-Betreiber sagen: „Erleben Sie in einer originalen DDR-Platte die schönsten Seiten ostdeutscher Raumgestaltung.“

 

Zum Ostel gehört auch der gleichnamige Garten und ein hauseigener Konsum mit „ausgesuchten Ost-Produkten“. Ein Einzelzimmer kostet 33 Euro, ein Doppelzimmer 27 Euro pro Person. Es geht aber noch günstiger: Ein Bett im „Pionierlager“ kostet nur 9 Euro, die Komfortansprüche sollte man bei den mit Doppelstockbetten möblierten Räumen natürlich herunterschrauben. Wer in Gruppen von vier bis sechs Personen unterwegs ist, kann auch eine komplette Ferienwohnung ab 120 Euro pro Nacht anmieten.

 

Weitere Ausstattungsmerkmale: 24-Stunden-Rezeption; WLAN in der Lobby, Haustierunterbringung, Fahrradvermietung und Parkplatz sind kostenlos; das Frühstücksbuffet gibt es um 4,50 Euro.

 

Nach dem Klick Video ein Promo-Video des Ostels:

Ostel – das ostigste Design-Hotel in Berlin