urbanartguideberlin
Bild: robby-T

 

In Berlin kann man seit kurzem den besten Straßenkunstwerken der Stadt mit dem iPhone folgen. Ein digitaler Ausstellungskatalog für eine Schau, die sich in der ganzen Stadt abspielt.


Nach wie vor ist Berlin so etwas wie der Impulsgeber Europas, speziell auch im Bereich moderner Kunst. Als Street Art wird die Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet, der man vor allem in einer jungen und internationalen Stadt wie Berlin auf Schritt und Tritt begegnet. Riesige Malereien an den Wänden verlassener Häuser gehören dazu, gesprayte Schablonen-Graffitis in Unterführungen, Installationen, Videoprojektionen oder einfach Wände voller Sticker. Manchmal wollen damit politische oder gesellschaftskritische Statements getätigt werden, manchmal soll „nur“ unterhalten und manchmal auch gar nichts Plausibles oder Sinnvolles ausgesagt werden.

 

Wenn man solche Kreativität nicht als Vandalismus erachtet, sondern die Kunstwerke gezielt aufsuchen und betrachten möchte, wird man meist schwer fündig, passiert man nicht zufällig eines der Werke. Wo die besonders originellen Stücke zu finden sind, war bisher ohnehin nur schwer zu ermitteln. Was in klassischen Museen und Ausstellungen Kataloge sind, hat zur Abhilfe nun der Sportartikelhersteller adidas für Berliner Street Art in digitaler Form umgesetzt.

 

Urban Art Guide heißt das Programm, und das iPhone wird dabei zum mobilen Kunstführer. Wo immer man sich in der Stadt gerade aufhält, zeigt die Software die nächstgelegenen Kunstwerke an, falls bekannt auch die Urheber und den künstlerischen Stil, die sie angewandt haben. Darüber hinaus werden Routen zu ähnlichen oder anderen Arbeiten angezeigt. Das Archiv und die Datenbank werden von einer Redaktion ständig aktualisiert, die auch den Standort neuer Kunstwerke entgegennimmt. So wird die Street Art in Berlin dokumentiert und Bilder samt Beschreibung der Arbeiten werden noch online sein, wenn das Original längst verwittert oder abgerissen ist.

 

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