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Bild: Jumbo Hostel

 

Die wahrscheinlich beste Methode, um Flugangst zu bekämpfen: „Trockentraining“ an Land – in einer zu einem Hotel umgebauten Boeing 747 in Stockholm.

 

Am Areal von Arlanda, dem internationalen Flughafen Stockholms, stand 2006 ein ausrangierter Jumbo Jet. Oscar Diös, der Besitzer eines Hotels im schwedischen Uppsala, war das 1973 gebaute Fluggerät aufgefallen und er hatte eine blendende Idee: Wenn die 747 schon nicht mehr abheben kann, dann sollte sie wenigsten am Boden genutzt werden, als Gebäudeersatz sozusagen. Und welche Gebäude gibt es in Flughafennähe neben Bürohochhäusern und Parkgaragen noch? Richtig: Hotels.

 

Gut, dass Diös ein Mann vom Fach ist. So baute er nach den überraschend einfach erhaltenen Amtsbewilligungen innerhalb von zwei Jahren aus dem Jumbo Jet das Jumbo Hostel. Der Aufwand war allerdings nicht gering: Die meisten der 450 Sitze wurden entfernt und dafür Trennwände eingezogen, die den Flugzeuginnenraum in 25 Hotelzimmer mit nun 85 Betten unterteilen. Zum Schluss mussten alle Räume neu verkabelt und Nasszellen installiert werden und weil sich Flugzeugfenster aus offensichtlichen Gründen nicht öffnen lassen, war auch ein komplettes Klimasystem nötig.

 

Seit Mitte Jänner 2009 Jahres läuft der reguläre Hotelbetrieb. Für den gehobenen Anspruch gibt es neben den Zwei- und Dreibettzimmern auch die Cockpit Suite direkt am ehemaligen Arbeitsplatz der Piloten. Die Preise sind für ein „Flughafenhotel“ moderat, das Doppelzimmer inklusive Frühstück, TV und WLAN kostet 1.200 Kronen (rund 110 Euro).

 

Mehr Infos über und Fotos von „Liv“ (benannt nach Diös‘ Tochter) gibt es unter www.jumbohostel.com