Mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen (Anti-)Werbelinie versucht ein Hotel in Amsterdam die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: Es sei das schlechteste der Welt …

 

Die Positionierung von Hans Brinkers Budget Hotel widerspricht wahrscheinlich jedem jemals erschienen Werberatgeber, aber gerade durch dieses Merkmal hebt sich das Werbekonzept von aller Konkurrenz ab. Die ausführende Agentur Kessels Kramer lässt im Auftrag des Hotels kein gutes Haar am selbigen: Auf einem Plakat soll ein stilisiertes Abflusssieb mit einem gekräuselten Haar die miserablen Hygienebedingungen unterstreichen, daneben wird mit Slogans wie „Now more rooms without a window“ oder „Now a door in every room!“ geworben.

 

In eigens erstellten Videos wird auch gezeigt, was ein Zimmer in Hans Brinkers Budget Hotel von einem herkömmlichen Hotelzimmer unterscheidet: Alles was mehr Luxus als ein Bett ist. Ab heute ist sogar das entsprechende Buch zum Hotel erhältlich, dessen Klappentext übersetzt so lautet: „In ‚Das schlechteste Hotel der Welt‘ erfahren Sie alles, was Sie schon immer über jenes Hotel wissen wollten, das als ‚ähnlich der Hölle, aber ohne anständige Heizung‘ beschrieben wird.“

 

Wie es in Hans Brinkers Hotel abseits des Werbegags wirklich aussieht? Nun, da sind die Eindrücke unterschiedlich, auf den bekannten Bewertungsportalen reicht die Palette von „Brilliant!“ über „Nichts besonderes, aber besonders kultig“ bis „Can’t think of anything positive“. Am besten machen Sie sich vor Ort selbst ein Bild.