Keine Stadt ist wie Tokio, kein Land ist wie Japan. Wir haben die besten Tipps für all jene herausgesucht, die sich im Land der „aufgehenden Sonne“ das Besondere gönnen und etwas Unvergleichliches erleben wollen.

 

Geflasht sein in Tokio

 

 

Die zehn Millionen Einwohner Metropole an der Tokyo-Bay ist die Mega-City schlechthin, voller Menschen, Rekorde und Widersprüche. Leuchtreklamen in Häusergröße, Wolkenkratzer so weit das Auge blickt, Kreuzungen, an denen bis zu 15.000 Menschen die Straße überqueren, Shopping-Malls, Dauerbeschallung und überall: Menschen, Menschen, Menschen! Tokio ist eine der spannendsten und mitreißendsten Städte der Welt. Jahrtausendealte Kultur und modernes Hight-Tech-Leben sind die Spannungsfelder, zwischen denen man hier oszilliert. Zwischen Kirschblüten und Wolkenkratzern, sakralen und royalen Monumenten wie dem Kaiserpalast, dem Ueno-Park oder dem Asakusa-Schrein kann man sich ebenso verlieren, wie in endlosen Shopping-Malls, Gourmet-Tempeln oder Garküchen. Vom Tokyo Sky-Tree-Tower, der mit seinen 634 Metern der höchste Fernsehturm der Welt ist und wo sich die Tokyoter Jugend zum Stelldichein trifft, hat man einen gewaltigen Rundumblick über die größte Metropole Ostasiens. Tokio muss man erlebt haben. Tokyo ist einfach atemberaubend!

 

Übernachten zweimal anders

 

Credit: Nacasa & Partners

 

Japaner sind bekannt für ihre oft schräg anmutenden Ideen und Gewohnheiten. Eine Übernachtung in einem Kapsel-Hotel gehört da eindeutig dazu, denn hier schläft man in einer Schlafkoje auf maximal sechs Kubikmetern. Grundausstattung: Bett, TV, Licht, Steckdose. Neben, über bzw. unter der eigenen Koje befinden sich weitere Schlafkabinen, wo sich Reisende ebenfalls zur Nachtruhe betten. Da es in Tokio alles gibt, nur keinen Platz, sind in den 70er Jahren die platzsparenden – und in der Regel auch günstigeren – Kapselhotels entstanden. Wer ein futuristisch inspiriertes Kapselerlebnis der japanischen Art erleben möchte, sollte sich in einer Schlafkoje der Hotelkette „Ninehours“ einmieten. Hier ist ein Erlebnis der intergalaktischen Art garantiert!

 

Ein Erlebnis der spirituellen Art hingegen ist die Übernachtung in einem der zahlreichen Klöster Japans. Shukubo wird die japanische Tempelherberge genannt. Hier findest du einen umfassenden Überblick über das reichhaltige Angebot. Am heiligen Berg Koyasan südlich von Osaka bieten sich 53 der insgesamt 115 Tempel als Herbergen an. Dabei erhält man neben dem Einblick in das Leben der Mönche auch die Gelegenheit an Zeremonien und Morgenmeditation teilnehmen zu können. Die Zimmer variieren dabei je nach Ausstattung, bieten aber in der Regel jenes Erlebnis wie in einem traditionell japanischen Hotel, dem Ryokoan, mit Schiebetüren aus Reispapier, Tatami-Matten am Boden und Futons als Schlafmatten.

 

Credit: S.

 

Sushi zum Frühstück

 

Mit seinen 160.000 (!!) registrierten Restaurants wird Tokio gerne als das „Mekka des guten Speisens“ gepriesen. Da keine Stadt der Welt mehr Sterne hat als die Mega-Metropole gilt sie in puncto Essen sogar als „tollste Stadt der Welt.“ Japanische Restaurants spezialisieren sich meist auf eine einzige Art von Speisen – und werden deshalb dann bekannt und gerühmt für ihre Spezialität und gelten dann als. Tempura-Läden, Soba-Restaurants oder Ramen- und Sushi-Lokale. Wer sich nicht scheut, Sushi bereits zum Frühstück zu genießen, darf das Erlebnis einer Thunfisch-Auktion am berühmten Tsukiji-Fischmarkt im gleichnamigen Stadtviertel keinesfalls auslassen. Umso mehr, da der Markt im Oktober 2018 eine neue Bleibe beziehen soll. Hier wird Thunfisch aus allen Ecken des Ozeans an Supermärkte und Gourmet-Köche versteigert. Neben den Verkaufsständen des Marktes befinden zahlreiche Lokale, wo Fisch und Meeresfrüchte so frisch wie nirgendwo sonst serviert werden. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Marktes befinden sich Lokale, wie z.b. das „Sushi Dai“, wo Touristen und Stammgäste zu jeder Tages- und Nachtzeit Schlange stehen. Als eines der besten Ramen-Restaurants gilt das „Chuko Sobe Inoue“, auf der Hauptstraße außerhalb des Tsukiji-Marktes. Auch dieses Lokal erkennt man an der stets langen Warteschlange vor der Türe. Ein guter Überblick über das gehobene Angebot der Küchen Tokios findet sich im „Guide Michelin“ , der 2017 neu erschienen und auch online verfügbar ist.

 

 

Stelldichein zur Kirschblüte

 

Chidori-ga-Fuchi“ ist der Name der Uferpromenade, die den Tokioter Kaiserpalast umgibt. Kein Ort in Japan wird mehr mit den traditionellen Feierlichkeiten rund um die Kirschblüte in Verbindung gebracht. Die Kirschblüte steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit, markiert den Frühling und ist Höhepunkt des japanischen Festkalenders. Umrahmt vom Wasser des Schlossgrabens und dem frischen Grün am Ufer ist die Chidori-ga-Fuchi“-Promenade die vielgeliebte Ruheoase der Tokioter. Von Ende März bis Anfang April wird dieser besonders stimmungsvolle Ort von der hellrosa Pracht der Kirschblüten überzogen. Während des „Chiyoda“ Kirschblütenfestes werden die Kirschbäume des Chidori-ga-Fuchi des Nachts angestrahlt – was entweder in einem der Mietboote oder auch am Ufer ein romantisches Erlebnis der Extraklasse ist.

 

Inspirieren lassen auf der „Art Island“

 

Die Insel Naoshima hat unberührte Natur und Menschen, die noch immer ein traditionell japanisches Leben leben. Wenn da die Kunst nicht wäre, die aus Naoshima sehr viel mehr macht, als ein verschlafenes Eiland im Süden Japans. Vor bald 20 Jahren hat das japanische Medienhaus Benesse beschlossen, die gesamte Insel als einzigartiges Museum für avantgardistische Kunst zu etablieren. Heute wird man bereits im Hafen der „sanften Insel“ von einem orangefarbenen, begehbaren Riesenkürbis begrüßt. Die Strände schmücken spektakuläre Skulpturen – wie zufällig eingebettet in die Landschaft. Stararchitekt Tadao Ando hat ein spektakuläres Museum als unterirdischen Betonbunker angelegt, in dem die Grenze zwischen Betrachter und Kunstwerk auf verwirrende Weise aufgehoben wird. Das labyrinthartige Gebäude ist zugeschnitten auf die Licht-Installationen der Künstler James Turrell und Walter de Maria sowie einige Wasserlilien-Ölbilder von Claude Monet. Kunst, Natur und Kultur – nirgendwo ist das Gesamterlebnis dieser drei Elemente so einzigartig und inspirierend, wie auf Naoshima.

 

Credit: cotaro70s

 

Shinkansen

 

Ein Erlebnis für sich ist die Fahrt mit dem Shinkansen – dem Hochgeschwindigkeitszug, der viele Städte Japans miteinander verbindet. Bei jedem Japan-Aufenthalt sollte man mindestens einmal mit den hochmodernen Zügen fahren, die als die sichersten weltweit gelten und deren Pünktlichkeit international konkurrenzlos ist. Schon am Bahnsteig wird klar warum: Der futuristisch anmutendene, Alu-gebürstete Waggon mit dem gebuchten Sitzplatz hält zentimetergenau vor der Nase (vorausgesetzt man steht an der richtigen Stelle, die auf dem Ticket vermerkt ist). Aufgrund der ordentlich wartenden Schlange (jeder ist hier diszipliniert und rücksichtsvoll) geht das Ein- und Austeigen ruck-zuck. Das Ticket wird meist nicht einmal kontrolliert – denn betrügen ist in Japan – so scheint es – einfach keine Option. Hat man seinen Sitzplatz erreicht, fühlt man sich komfortabel wie in einem Flugzeug – nur mit deutlich mehr Beinfreiheit. Es herrscht Ruhe, die Menschen arbeiten, essen oder unterhalten sich leise – jeder nimmt hier Rücksicht auf den anderen. Und sollte man jemals etwas im Shinkansen vergessen – die Chance es wieder zu bekommen ist nahezu hundert Prozent!

 

 

Magischer Dreiklang: weißer Sand, blauer Himmel und türkises Meer

 

Japan besteht aus mehr als 6850 Inseln. Im Süden des Inselstaates befinden sich einige Eilande mit traumhaft weißen Sandstränden, die Urlaubsfeeling par excellence versprechen. Wollen Sie sichergehen, nicht durch Menschenmengen gestört zu werden, sind Sie auf der Insel Shikoku bestens aufgehoben. Im Süden liegt der schöne Pazifik-Strand „Asakawa Ozuna“ wo auch Surfer ein Stück weiter die perfekte Welle finden. Sunayama Beach auf der Insel Miyako Jima ist das landesweit berühmteste Strandmotiv mit seinen Korallenformationen, die das Meer im Laufe der Jahre geformt hat. Auf der Insel Ishigaki, wo sich auch die südlichste Stadt Japans befindet, gibt es neben den Traumstränden auch beste Bedingungen für Taucher und Schnorchler. Nahe der Kariba Bucht auf Ishigaki findet sich der berühmt-berüchtigte Manta- oder Teufelsrochen, für den die Insel berühmt ist.

 

Credit: Nao Iizuka

 

Fiesta Matsuri!

 

Nicht nur Spanien, auch Japan ist bekannt für seine ausgelassenen Volksfeste, die hier „Matsuri“ genannt werden. Sie werden meist zur Zeit der Kirschblüte im Frühling oder zur Reisernte im Herbst abgehalten. Da die Japaner jedoch äußerst gerne feiern, gibt es auch Sommer-Matsuris wie etwa eines der bekanntesten, das „Nebuta Fest“, das jedes Jahr zwischen dem 2. und 7. August in der Stadt Aomori im Norden der japanischen Hauptinsel Honshu stattfindet. Es ist auch bekannt als das „Farbenfest“ denn kein anderes Matsuri ist farbenfroher als dieses, wo prächtig geschmückte Festwägen mit bunten Paraden jeden Abend begleitet von Taiko-Trommlern, Tänzern und Musikanten durch die Straßen fahren. Das „Akita Kanto Matsuri“, das Stablaternen-Fest, findet jährlich in der Region Akita Kanto vom 3. bis 6. August statt. Hier balancieren Künstler bis zu 12 lange Meter Bambusstangen, auf denen kunstvolle Papierlaternen befestigt sind. Besonders wichtig und international bekannt ist das „Gion Matsuri“ in Kyoto, das den ganzen Monat Juli hindurch mit Paraden, Festwägen und Musik gefeiert wird. Auch dank der vielen, traditionellen Straßenverkaufsstände finden Touristen wie Einheimische dieses Fest besonders schön.

 

Credit: Daniel Betts

 

Wollen auch Sie sich die Besonderheiten Japans gönnen? Dann buchen Sie gleich hier Ihren Flug von Wien!