Truthahn, Weihnachtsbaum und „Sound of Music“ – das sind für unzählige Menschen in Amerika die Zutaten für ein gelungenes Weihnachtsfest. Wir haben uns in Salzburg auf Spurensuche des beliebten Hollywood-Streifens gemacht.

 

Alle Jahre wieder…..singt Schauspielerin Julie Andrews in ihrem Novizinnen-Kleid auf der Wiese inmitten der Salzburger Bergwelt die weltberühmten Zeilen „The hills are alive, with the sound of music,….“. Spätestens da öffnen sich weltweit die Herzen der Menschen vor ihren Bildschirmen und es ist klar: „It´s Christmas Time again“.

 

Dank der jährlich wiederkehrenden Ausstrahlung des mit fünf Oscars prämierten Hollywood-Streifens aus dem Jahre 1965 ist die Geschichte der Familie Trapp vor allem in U.S.A. der Christmas-Klassiker schlechthin.

 

Sound of Music gehört für uns Amerikaner zu Weihnachten wie die rote Mütze zu Santa Claus,“ erklärt myAustrian-Fan Vania. Ebenso Asiaten und Menschen auf der ganzen Welt lieben die Filmgeschichte der jungen Novizin Maria, die ins Haus des Witwers Georg von Trapp kommt, um als Gouvernante für dessen sieben Kinder zu sorgen. Die beiden verlieben sich, heiraten, musizieren im glücklichen Familienverband und fliehen dann – aufgrund des Anschlusses Österreichs ans Deutsche Reich – vor den Nazis in die U.S.A.

 

Obwohl die Familie Trapp tatsächlich in Salzburg lebte und sich hier auch die Original-Drehplätze von „Sound of Music“ befinden, ist der Erfolgs-Streifen im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt. Ein Grund dafür ist, dass die Rechte lange Zeit nur für die U.S.A. galten und die Aufführung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht erlaubt war.

 

Credit: Jenny Poole

 

Unbestritten jedenfalls ist, dass sich Salzburg vor allem unter US-Amerikanern und Asiaten dank dem Erfolgs-Streifens allergrößter Beliebtheit erfreut. Laut Touristikern kommen angeblich sogar mehr Gäste wegen „Sound of Music“ in die Mozart-Stadt, als wegen Mozart selbst. Um den Traum der heilen „Sound of Music“-Welt erlebbar zu machen, ist Salzburg 52 Jahre nach der Erst-Ausstrahlung bestens gerüstet. Hier findet Ihr eine Übersicht, wo und wie Ihr „Sound of Music“ am schönsten erleben könnt:

 

Übernachten in der Villa Trapp

 

Schlafen, Aufwachen und Frühstücken in den selben Räumlichkeiten wie Liesl, Frederic, Maria, Georg & Co. Authentisches „Sound-of-Music“ Wohngefühl im herrschaftlichen Ambiente gibt es im Original-Wohnhaus der Adelsfamilie zu erleben, im heutigen „Hotel Villa Trapp“ im grünen Salzburger Stadtteil Aigen.

Ein Geheimtipp, da das Hotel nur für hauseigene Gäste zugänglich ist, von keiner „Sound of Music“-Tour angefahren werden darf und auch von „normalen“ Besuchern nicht besichtigt werden kann.

Erkunden der Original Schauplätze

 

Ob im großen Tour-Bus oder im privaten Minivan – die „Original Sound of Music-Tour“ erkundet mit einem persönlichen Guide Drehorte des Films, die gleichzeitig die schönsten Sehenswürdigkeiten in und um Salzburg sind. Dazu gehören das Schloss Mirabell und der Mirabell Garten, das Schloss Leopoldskron, Hellbrunn, und das Stift Nonnberg. Vor allem aber die Fahrt nach St.Gilgen und Mondsee im Salzburger Seengebiet ist landschaftlich beeindruckend und erlebenswert. Bei der Tour selbst werden Hintergrundwissen und Insider-Geschichten offenbart und auf Wunsch auch der Original-Film gezeigt.

 

Mirabellgärten mit Blick auf die Festung Hohensalzburg

Felsenreitschule
© Salzburger Festspiele / Luigi Caputo

St. Gilgen
Credit: Ashley Van Haeften

 

„Sound of Music“-Aufführung im Marionettentheater Salzburg

 

Auf keinen Fall verpassen sollte man Georg, Maria, Liesl & Co als Puppen – auf einer der bezauberndsten Bühnen der Stadt, im Marionettentheater Salzburg. In dieser über 100 Jahre alten Institution wurde die Puppenspielkunst sogar von der UNESCO prämiert. Gar nicht verstaubt und unheimlich bezaubernd ist die Inszenierung der singenden Trapp-Familie in den barocken Räumlichkeiten gleich neben dem Original-Drehort im Mirabell Garten. Unbedingt ansehen!

 

Credit: Marionettentheater Salzburg

Den von Trapps auf der Spur

 

Natürlich kann man der singenden Familie auch auf eigene Faust nachspüren – und die original „Shooting-Locations“ in der Innenstadt von Salzburg wie den Friedhof St. Peter, die Felsenreitschule, das Schloss Mirabell, den Herbert von Karajan-Platz mit Pferdeschwemme, das Kloster Nonnberg und Leopoldskron auch zu Fuß erkunden – ein wunderschöner Tagesausflug!

 

Die romantischste aller Arten aber sich in Salzburg auf die „Sound of Music“-Spurensuche zu begeben, ist die Fahrt mit einer Pferdekutsche. Die „Round of Music“-Tour entführt euch mit Hufgetrappel im Ohr von der Altstadt über Freisaal mit dem gleichnamigen Schloss über die mit imposanten Kastanien- und Eichenbäumen gesäumte Hellbrunner Allee zum Schloss Frohnburg, welches im Film neben Schloss Leopoldskron als Wohnhaus diente. In Hellbrunn, dem berühmten Lustschloss der Erzbischöfe, steht der Pavillon, wo Liesl und Ralf ihr Stelldichein mit „ Sixteen going on Seventeen“ besangen. Bei dieser Fahrt durch die umwerfend schöne Salzburger Landschaft fehlt nichts mehr zum Glück, nur vielleicht eine Privatunterweisung von Julie Andrews in „Do–Re–Mi“.

Credit:NH53

 

Speisen in bester Gesellschaft

 

„Schnitzel with noodles und crisp apple strudels“ oder auch Schweinsbraten mit Knödel gibt es bei der „Sound of Salzburg Dinner Show“ im traditionellen „Bräugasthof Steinbräu“ inmitten der Salzburger Altstadt. Während und nach dem Essen geben ambitionierte Salzburger Künstler in Dirndl und Lederhose „SoM“-Hits wie „My Favourite Things“ oder die vermeintliche österreichische Nationalhymne „Edelweiß“ gemeinsam mit Mozart-Stücken und Operetten zum Besten. Salzburg- und „Sound of Music“-Feeling garantiert!

Lust bekommen, „Sound of Music“ nachzuspüren? Hier könnt ihr Euren Flug in die „Sound of Music“-Stadt Salzburg buchen.