Nirgendwo kann man Halloween besser zelebrieren als in Italien mit seinen verwunschenen Gärten, dunklen Katakomben, verwinkelten Palazzi und verlassenen Städten. Wir zeigen Euch die schaurig-schönsten Orte, wo Ihr zu Halloween so richtig herrlich das Fürchten lernen könnt.

 

„Dolcetto o Scherzetto“, fragen die als Dracula, Hexen und Zauberer verkleideten kleinen Italienerinnen und Italiener am Abend des 31.Oktober. „Allerheiligen“ und „Allerseelen“ sind uralte Feste, die in Italien traditionellerweise mit Besuchen am Friedhof, Familienessen und besonderen Süßigkeiten begangen werden. Seit einigen Jahren jedoch hält auch hier das „neue“ Halloween Einzug.

 

Das Halloween der Verkleidungen, der Grusel-Deko in Haus und Garten, der Süßigkeiten-Touren und Mottoparties, vor allem in den Diskotheken. Das Reizvolle ist, dass es in Italien so zahlreiche schaurig-schöne Orte gibt, die einem so richtig herrlich das Fürchten lernen.

 

Geisterdorf Craco – Süditalien

Seit den 1960er Jahren ist die mittelalterliche Stadt Craco eine wahre Geisterstadt. Aufgrund von wirtschaftlichen Nöten der Menschen hier in der süditalienischen Provinz nahe von Bari verließen die Einwohner in Scharen das Dorf, der letzte Rest musste 1963 aufgrund von Erdrutschen evakuiert werden. Seither findet man in der komplett aus Stein gehauenen Siedlung nur noch verfallene Häuser, verlassene Straßen und Überbleibsel der einstigen Bewohner – eine irre Kulisse, die auch schon für zahlreiche Filme gedient hat – u.a. für „Die Passion Christi“ mit Mel Gibson. Wer sich traut, kann sich auf Geisterjagd in das eine oder andere verlassen Haus begeben. Hier kommen jedenfalls alle Hobby-Geisterjäger – entweder bei geführten Touren oder auf eigene Faust – voll auf Ihre Kosten.

 

Credit: Martin de Lusenet

 

Corinaldo Hauptstadt von Halloween

Seit 1992 feiert die Stadt in der Provinz Ancona – zusammen mit Tausenden von Touristen – jährlich die „Festa delle Streghe“ – das Fest der Untoten. Gespenstische Dekorationen aus Knochen, Spinnweben mit verkleideten Hexen, Dämonen, Zauberern und Vampiren verleihen der Stadt an diesem Tag ein ganz besonders gruseliges Flair. Höhepunkt der fünftägigen Feiern (27.10. – 31.10.) ist die Halloween-Nacht mit einer Show aus Musik, Feuer und Licht in der ganzen Stadt. Alle Informationen zur „Festa delle Streghe“ findet ihr auf der Website.

 

Hotel Burchianti – Florenz

Lust auf Gespenster live? Dann seid ihr in Florenz genau richtig. Inmitten des Straßengewirrs der toskanischen Hauptstadt, nahe der Piazza della Reppublica, liegt der kleine aber feine Palazzo, der seit fast hundert Jahren das „Hotel Burchianti“ beherbergt. Regelmäßig werden ungewöhnliche Begebenheiten aus dem „Burchianti“ gemeldet – insbesondere seitdem „il Duce“ Benito Mussolini im Fresco-Zimmer genächtigt hat – und sein Zimmer angeblich noch immer gerne aufsucht. Hotelgäste wachen schweißgebadet auf und berichten von der transparenten Gestalt des Diktators, die durch das Zimmer wankt. Auch auf den Fluren sollen sich ominöse Schatten herumtreiben, wie etwa arbeitswütige Zimmermädchen oder eine gewissenhaft strickende Dame im Schaukelstuhl. Na dann: Gute Nacht!

 

Credit: Hotel Burchianti

 

Botanische Garten und Castell Borgo bei Lucca

Eine besonders unheimliche Legende umrankt den Seerosenteich im „Orto botanico“ bei Lucca, nahe Pisa. Die schöne Edelfrau Lucida Mansi pflegte ihre Liebhaber nach einer Liebesnacht zu töten. Als ihre Schönheit mit dem Alter schwand, schloss sie einen Pakt mit dem Teufel: 30 weitere Jahre Jugend für ihre Seele als Gegenleistung. Als Lucida Mansis Zeit gekommen war, versuchte sie zu entkommen. Doch der Teufel holte sie ein und brachte sie in einem brennenden Wagen fort. Besucher berichten heute bei Mondlicht das Gesicht der schönen Edelfrau unter der Wasseroberfläche des Seerosenteichs zu sehen. Ebenfalls bei Mondlicht soll auch der brennende Wagen und manchmal sogar Lucidas nackter Geist erscheinen!

 

In den alten Mauern des „Castell Borgo a Mozzano“ nahe Lucca gibt es zudem einen riesigen Halloween-Umzug mit Hexen, Dämonen und Vampiren, die ausgelassen zu satanischer Musik tanzen. Außerdem gibt es im Castell ein viertägiges, breitgefächertes Programm. Na dann, nichts wie hin!

 

Credit: Creative Commons Org.

 

Mumien von Palermo

Wer sich richtig gruseln will, ist in Europas größter Mumiensammlung, zu finden in Siziliens Hauptstadt, genau richtig. In den weitläufigen Gängen der Katakomben der Kapuzinergruft in Palermo stehen mehr als 2.000 echte jahrhundertealte Leichen in Reih und Glied – mit unterschiedlichem Verwesungsgrad. Die meisten tragen noch Anzüge, Kutten, Rüschenkleider oder Uniformen. Die einen ziert nur noch ein nackter Schädel, die anderen verfügen noch über Haut und Haare. Einige besitzen sogar Glasaugen, was ihr Aussehen besonders gruselig macht. Aufgrund der klimatischen Bedingungen verfaulen die Toten hier unten nicht, sondern trocknen aus. Die Kapuziner haben einst zufällig entdeckt, dass der Tuffstein unter ihrem Kloster die Mumifizierung fördert und dann über mehrere Jahrhunderte hinweg diese makabre Kunst verfeinert – bis zu ihrem Verbot 1837. Gruselfaktor: 100 Prozent!

 

Credit: groucho

 

Schaurig-schöne Friedhöfe

Der „Cimiterio Monumentale“ in Mailand ist weniger schaurig, als imposant! Dieser Ort der Stille imponiert mit vielfältiger Bildhauer-Kunst, seinen kunstfertigen Monumenten und Mausoleen. Früher arbeitete man schon zu Lebzeiten hart daran, sich nach dem Tod ein würdiges Monument setzen zu können. Hier befinden sich u.a. das Grabmal der Familie Campari oder auch jenes von Arturo Toscanini. Prädikat sehenswert!

 

Bei einem Besuch der „Catacombe di San Gennaro“ in Neapel sieht man einen Teil des kilometerlangen, unterirdischen Friedhofs. Die unterirdischen Gewölbe lernen einem hier unten ebenso das Fürchten wie die jahrtausendealten Grabnischen mit Fresken der frühchristlichen Gemeinde. Am „Cimiterio delle Fontanelle“ in Neapel, warten Tuffsteinhöhlen mit Tausenden oder gar Zehntausenden Schädel und Oberschenkelknochen in Reih und Glied sorgfältig aufgestapelt auf die Besucher. Manche der Schädel sind sogar mit kleinen Kettchen oder anderem Zierrat geschmückt. Der Eintritt ist gratis, bei Interesse kann man eine Führung buchen. Brrrrrrr!

 

Credit: Tripadvisor

 

Schaurige-Tour durch Venedig

Die düsteren Gassen und beleuchteten Kanäle des nächtlichen Venedigs inspirieren vor allem im Herbst und Winter zum Erzählen von Geschichten über Geister, Vampire und Teufel. Wer sich zu Halloween von den Mysterien der Lagunenstadt das Fürchten lernen lassen will, kann die „Geistertour durch Venedig“ buchen. Schön schaurig schön!

 

 

Credit: Simone

 

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