Oslo ist grün, Oslo ist Multi-Kulti und Oslo ist vor allem eines: total gechillt. Wir haben eine Liste der Must-Sees für euch zusammengestellt, die euch die norwegische Hauptstadt ans Herz wachsen lässt.

 

Wer an Norwegen denkt, dem werden vor allem Fjorde und Meer, Skisprungschanzen und Eis, Polarlichter und landschaftliche Schönheit in den Sinn kommen. Kaum jemand denkt dabei an die norwegische Hauptstadt. Ein Fehler, denn Oslo ist cool, voll mit netten Menschen, Kunst und Kultur – und dabei noch wunderschön gelegen.

 

Die Uferpromenade
Oslo liegt zwischen Hügeln, Wäldern und Meer – genau genommen am Oslo-Fjord. Ein Spaziergang am Hafen und entlang des Wassers ist immer eine gute Idee. In Oslo kann man dabei auch gleich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen: Das Rathaus, die mittelalterliche Festung Akershus, und das markanteste Bauwerk der Stadt, das 2008 eröffnete Osloer Opernhaus. Das weiß glitzernde Gebäude des norwegischen Architekten-Büros „Snohetta“ liegt- wie die Oper von Sydney – direkt am Hafen, ist einem treibenden Eisberg nachempfunden und wird als bis obenhin begehbares Gesamtkunstwerk betrachtet. Es gibt auch eine interessante Tour hinter die Kulissen und in einen Teil der insgesamt 1.100 Räume dieses Mega-Baus. Unvergleichlich ist der Blick vom Dach, wo neben öffentlichen Konzerten auch gerne Picknicks stattfinden.

 

Credit: *Perth*

 

Credit: Andrea Moreno

 

Karl Johans Gate mit Stadtzentrum

Oslo ist eine kompakte Stadt, die sich auch abseits des Hafens gut zu Fuß erkunden lässt. Auf der berühmten Flanier- und Einkaufsmeile Karl Johans Gate, die quer durch die Altstadt verläuft, gibt es zahllose Cafés und Geschäfte, Plätze mit Brunnen und weitere Sehenswürdigkeiten Oslos. Gemütlich zu Fuß kann man so das Parlament, das Nationaltheater und die Universität ansehen. Am Ende der 6,4 Kilometer langen Prachtstraße liegt majestätisch auf einem Hügel das Königliche Schloss, in dem König Harald V. mit seiner königlichen Familie residiert.

 

Museen
Oslo hat eine Menge an hervorragenden Museen – und zwar WIRKLICH eine ganze Menge! Dafür sollte man schon etwas Zeit einplanen, denn neben Kunstmuseen wie der Nationalgalerie oder dem Oslo Museum of Contemporary Art gibt noch eine ganze Menge anderer, sehenswerter Einrichtungen, wie etwa:

Munch Museum: Das Museum ist dem expressionistischen Maler Edvard Munch („Der Schrei“) gewidmet und beherbergt einen Großteil seiner Werke, die in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden
Nobel Peace Center: Die Nobelpreise werden jährlich in Stockholm verliehen, nur der Friedensnobelpreis wird in Oslo überreicht. Diesem Umstand und der Arbeit des Friedens-Nobelpreis-Komitees werden im „Nobel Peace Center“ wechselnde Ausstellungen gewidmet.
Holmenkollen Ski Museum: Norwegen gilt als Wiege des Skilaufs. An der ebenso sehenswerten wie berühmten Holmenkollen-Skischanze mit grandiosem Blick über Oslo findet sich auch das weltweit älteste Skimuseum, das sich der 4.000 (!) Jahre alten Geschichte des Skilaufs widmet.

 

Credit: Per Mork

 

Kon-Tiki Museum: Ist dem weltbekannten Wissenschafter, Abenteurer und Entdecker Thor Heyerdahl gewidmet. Hier gibt es Originalfahrzeuge und Gegenstände von Heyerdals weltberühmten Expeditionen wie z.B. der „Kon-Tiki“-Expedition – mit der er 1947 bewies, dass es den präkolumbianischen Indianern Südamerikas technisch gewesen möglich war, Polynesien zu besiedeln.
Wikingerschiffmuseum: Hier befinden sich die weltweit ältesten und am besten erhaltenen Wikingerschiffe sowie kleinere Boote, Schlitten, Gerätschafen und Haushaltgegenstände der nordischen Seefahrer und Krieger.
Norwegisches Freilichtmuseum: Schöne weitläufige Anlage mit 155 traditionsreichen Gebäuden aus ganz Norwegen. Im Sommer gibt es Volkstanz und Musik, Fladenbäckerei, Kutschenfahrten, einen Krämerladen sowie einen historischen Spielplatz.
Vigeland Park: Dieser Skulpturen-Park ist eine eindrucksvolle Anlage mit über 200 Skulpturen des norwegischen Künstlers Gustav Vigeland.

 

Credit: Mitchell Roth

 

Ekebergparken: In Christian Ringens „Garten des Femininen“ spielen Kunst und Skulpturen von namhaften Künstlern – die von Auguste Rodin über Tony Cragg bis Marina Abramovic reichen – mit allen Facetten des Weiblichen. Auch der Blick über Oslo vom Park aus ist der Hit! Ein absolutes Highlight!

 

Insel-Hopping mit der Fähre

Es gibt kaum eine Stadt, die verkehrstechnisch so gut erschlossen ist wie Oslo. Neben Bus, und Metro gibt ein weit verzweigtes Netz an Fähren, welche die Stadt mit den vorgelagerten Inseln verbinden. Die gute Nachricht: Für alle gilt ein und dasselbe Ticket und mit der „Oslo-Card“ auch noch so gut wie überall Vergünstigungen! Auf der Insel Bogdøya befinden sich das Wikingerschiffmuseum, das Freilichtmuseum sowie das Kon-Tiki- Museum. Auf der Insel Hovedøya fühlt man sich dafür sofort wie im Urlaub. Hier gibt neben den Ruinen einer alten Festung, viel Wald und einen hübschen Strand, der vor allem am Wochenende auch von Osloern gerne frequentiert wird. Die Inseln Gressholmen und Lindøya sind beim Osloer „Island-Hopping“ ebenfalls beliebte Stationen. Neben öffentlichen Fähren gibt es natürlich auch die Möglichkeit einer geführten Sightseeing-Bootstour – manche Anbieter bieten auch Abendfahrten oder „Jazz- und Blues-Cruises“ an.

 

Credit: m.prinke

 

Essen und Ausgehen

Die norwegische Küche ist ziemlich deftig, doch unabhängig davon hat sich in der Stadt eine lebendige und internationale Gastronomie-Szene entwickelt. Vor allem im Szeneviertel Grünerløkka reiht sich ein Lokal neben das andere. Italienische, französische, spanische oder Fusion-Küche – hier wird für wirklich jeden Geschmack etwas geboten. Nach dem Essen laden Bars und Clubs zum Trinken und Feiern ein.

Lofoten Fiskerrestaurant: Dieses reizvolle und moderne Restaurant am Fjord Aker Brygge ist ein Dauerfavorit bei der Bevölkerung. Der Küchenchef bietet verführerisches Angebot an Meeresfrüchten und Schalentieren.
Delicatessen Tapas: Die besten Tapas außerhalb Spaniens und besser als viele Tapas-Lokale in Spanien. Das Restaurant verfügt über drei Standorte in der Stadt, allesamt äußerst geschmackvoll – sowohl in der Einrichtung als auch beim Essen.
Statholdergaarden: Klassische Küche auf Sterneniveau in einem reizendem Haus aus dem 17. Jahrhundert mitten im Stadtzentrum.
Palace Grill: Im „Palace Grill“ befinden sich sowohl ein vorzügliches Restaurant als auch eine Bar bzw. Diskothek mit Konzerten und DJ-Programm, netten Leuten und gemütlicher Atmosphäre. Hier kann man sich gechillt die Nacht um die Ohren schlagen.
Café de Concert: Das Café de Concert befindet sich in Oslos coolster Gegend Tjuvholmen und hat mehr mit Konzert als mit Kaffeehaus zu tun. Der Pianist Aksel Kolstad hat sich hier eine Konzertgalerie geschaffen, um klassische Musik einmal anders und zwar in lockerem Ambiente zu präsentieren.
Bla Jazzclub, Bar Boca, Herr Nilsen Jazz Club: Oslo ist bekannt für seine Jazz-Szene. Jeden Sommer findet hier ein Jazzfestival statt. Danach bespielen die Bands die Clubs der Stadt, wie den Bla Jazzclub, in der kleinsten Bar Oslos, der Bar Boca oder im legendären „Herr Nilsen“. Immer viel los!

 

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