Authentisch, spanisch und beschaulich – die kleine Schwester Mallorcas bietet mit unberührter Natur, Bilderbuch-Stränden, gutem Essen und zahlreichen Sportmöglichkeiten alles, was das Urlauberherz für eine Sommerauszeit braucht.

Header-Foto: David Burillo, CC BY 2.0

 

Knapp 200 Küstenkilometer, 87 Sandbuchten, grüne Wiesen, dichte Pinienwälder und idyllische Dörfer – Menorca ist zwar nicht die bekannteste, dafür aber eindeutig die „gechillteste“, und ursprünglichste der drei Balearen-Inseln. Bettenburgen und Großraum-Discos á la „Ballermann“ oder „Ushuaia“ sind hier nicht bzw. kaum zu finden, in puncto Stränden steht sie ihren Schwestern Mallorca und Ibiza aber um nichts nach. In Menorca stehen Natur pur, spanisches Lebensgefühl und Köstlichkeiten der mediterranen Küche im Vordergrund. Reiten, Wandern, Segeln, Surfen und Tauchen machen die Insel auch für Aktivurlauber interessant.

 

Cala Macaraletta – Bilderbuchbucht zum Baden und Entspannen
Credit: Morfheos, CC BY-SA 2.0

Der Süden der Insel besteht aus Kalksandstein, mit karibisch anmutenden weißen Sandstränden. Hier sind eindrucksvolle Steilküsten mit idyllischen Buchten und türkisfarbenem Wasser zu finden. An der zerklüfteten, raueren Nordküste hingegen befinden sich größere Buchten mit gröberem Sand in wechselnden Farbtönen. Typisch für fast alle Strände Menorcas sind die Ruhe und das ursprüngliche Naturerlebnis. Familienfreundlichkeit ist ein weiteres Plus für die oftmals unterschätzte Insel.

 

Beliebteste Strände

Cala Macarella mit ihrem Pinienwald, weißen Sand und türkisfarbenem Wasser ist eine Naturschönheit – die wie viele andere Strände auf Menorca Strände auch – nur zu Fuß oder mit dem Schiff zu erreichen sind. Richtig vollständig wird das Macarella-Stranderlebnis deshalb auch erst, wenn man den 15-Minuten-Fußmarsch zur kleineren Schwester-Bucht Cala Macaraletta auf sich nimmt. Die Ausblicke von den hohen Felsen auf das Meer und die Bilderbuch-Buchten sind einfach atemberaubend.

Cala Turqueta und Cala Mitjana sind weitere Kleinode mit feinem, weißen Sand und azurblauem Wasser – hier beträgt der Fußweg vom Parkplatz nur wenige Minuten.

Die beliebteste Bucht im Norden ist mit Abstand die gelbsandige Cala Pregonda. Auch hier muss man vom Parkplatz circa 30 Minuten gehen – wird dafür aber mit einem großzügigen Naturstrand, glasklarem Wasser und wunderbarer Aussicht auf zwei vorgelagerte Inselchen belohnt. Der Weitwanderweg Camis des Cavalls führt auch an das schöne Sandrund der Cala de Cavalleria, die durch ihre günstige Lage vor dem Wind geschützt liegt und sich aufgrund ihrer Schönheit großer Beliebtheit erfreut.  

 

Glasklares Wasser macht Menorca zu einem echten Badeparadies.

 

Sport

Ein Paradies für Wassersportler ist die gesamte Nordküste und insbesondere das idyllische Fischerdörfchen Fornells. Hier bläst der „Tramuntana“-Nordwind die nötigen Windstärken in die Segel der Windsurfer, Kite-Surfer und Segler. Windfornells  ist das Wassersportzentrum vor Ort, wo man das nötige Zubehör, Kurse und auch Anschluss findet.

Zu den beliebtesten Aktivitäten in Fornells gehört neben Segeln, Windsurfen und Tauchen an der Steilküste auch das Mieten von Kajaks oder Stand-Up-Boards. Mit dem Paddel in Händen lassen sich in der umliegenden Fjordlandschaft einsame Strandflecken ansteuern – und das bei absolut ungefährlichen Bedingungen.

 

Wandern, Mountainbiken oder Reiten lässt es sich ganz wunderbar auf dem seit 2010 wieder komplett zugänglichen alten Küstenweg „Camis des Cavalls“. Dieser 185 Kilometer lange „Weg der Pferde“ entlang der gesamten Küste Menorcas diente ehemals dazu, feindliche Belagerer frühzeitig zu sichten. Heute wird der „Camis des Cavalls“ von Einheimischen und Touristen vor allem dazu genutzt, viele der schönen Buchten und Strände zu erreichen.

 

Für jeden etwas dabei! Für Sportler bietet die Insel eine große Auswahl an Aktivitäten.

 

 

Kultur

Ciutadella ist die ehemalige Hauptstadt der Insel, die mit ihren kleinen Gassen, historischen Gebäuden und Plätzen zum flanieren einlädt. Sehenswert ist die „Kathedrale Santa Maria“ oder auch das Rathaus. Ciutadella ist eine typisch spanische Stadt mit wundervollen Arkaden, engen Gassen und kleinen Geschäften. Nicht umsonst wird Ciutadella von vielen als Menorcas schönster Ort beschrieben.

 

Mahon

Die heutige Hauptstadt der Balearen-Insel mit ihren ca. 90.000 Einwohnern hat nach Sydney den größten Naturhafen der Welt. Eine Hafenrundfahrt in dem fjordartigen Hafenbecken lohnt sich allemal – in einem Boot mit verglastem Boden noch mehr, da so auch die vielfältige Unterwasserwelt betrachtet werden kann.

In der Stadt selbst haben die Engländer ihre Spuren sichtbar hinterlassen. In den verwinkelten Gassen locken zahlreiche Shops – darunter Boutiquen der international erfolgreichen Schuhmarke „Pretty Ballerinas“, die hier auf der Insel hergestellt werden. Festung, Kirchen, das alte Opernhaus und die belebte Hafenpromenade machen die quirlige Hauptstadt absolut sehenswert.

Flaniert durch die engen Gassen und genießt den Sonnenuntergang am Hafen.

 

Basilika Son Bou

Diese ausgegrabene Basilika ist ein frühchristliches Bauwerk, das 1951 am Strand von Son Bou entdeckt wurde. Die Kirche dürfte im 8. oder 9. Jahrhundert abgebrannt sein und ist heute durch eine Trockensteinmauer geschützt. Ein magischer Ort am Meer, der einen Besuch definitiv Wert ist.

 

Archäologisches Freiluft Museum

Menorca ist mit seinen über tausend megalithischen Funden ab 2.200 Jahren vor Christus ein wahres archäologisches Freiluftmuseum. Ob Jäger und Sammler in der Bronzezeit oder später dann Römer, Griechen, Karthager und Phönizier – alle hinterließen bis heute sichtbar ihre baulichen Spuren. Als Höhepunkt entstanden die weithin sichtbaren „Talaiots“, große Türme mit Wachfunktion und „Navetas“, die wie umgekehrte Schiffe aussehen und als Wohn- und Begräbnisstätten dienten.

 

Die historischen Spuren sind auf der gesamten Insel zu finden.

 

Kulinarik

„Bon Profit“ heißt das menorquinische „Guten Appetit“. Produkte der menorquinischen Felder und frisch gefangene Köstlichkeiten aus dem Meer kommen hier in den landestypischen „Greixoneres“, den Tonschüsseln, auf den Tisch. Wohl berühmtestes Gericht ist die traditionsreiche „Caldereta de Llagosta“, der nicht ganz günstige Langusteneintopf. Für ebendiesen ankerte der ehemalige spanische König Juan Carlos jährlich mit seiner Yacht vor Menorca. Ebenso traditionsreich ist der „Mahon-Menorca Käse“, ein traditioneller Hartkäse aus Kuhmilch, der seit jeher ein Wahrzeichen Menorcas ist.

Von allen Einheimischen als bestes Fischlokal der Insel wird das Cafe Balear in Ciutadella gepriesen. In schöner Atmosphäre genießt man hier Tapas, Hummer oder Meerbrasse mit Blick auf das Wasser. Unbedingt vorreservieren!

Ebenfalls von Einheimischen und wenigen, eingeweihten Touristen frequentiert ist das Fischrestaurant Rias Baixas in dem Örtchen Ferreries inmitten der Insel: Herzliche Bedienung, traditionelle Umgebung und einfache aber exquisite Speisen – besonders jene vom Grill.

Auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Mahon und dem Naturreservat Cap Roig befindet sich nahe dem Örtchen Mesquida das Restaurant Cap Roig. Hier gibt es neben einer schier traumhaften Aussicht auf Meer und Bucht, hervorragende Fischgerichte, insbesondere die Fischsuppe ist zu empfehlen.

Hervorragend gute Muscheln, genau genommen Escopinias, die auch als „Austern Mallorcas“ bekannt sind, gibt es im Restaurant S´Espigo. Das kleine Lokal im gehobenen Ambiente liegt direkt an der Promenade mit Blick auf den Yachthafen in Mahon.

Absolutes Muss für jeden Menorca-Besucher ist die außergewöhnlichste Diskothek des balearischen Archipels: die Cova d´en Xoroi, nahe dem Ferienort Cala ´n Porter im Südosten der Insel. 30 Meter über dem Meer mit unglaublichen Ausblick befindet sich diese Tropfsteinhöhle mit künstlich angelegten Eingängen, Räumen und Terrassen. Während des Tages als Besichtigungsort und Lounge-Café einen Besuch wert, verwandelt sich die Höhle Cova d´en Xoroi mit Sonnenuntergang in einen Tanzpalast mit Live-Konzerten und internationalen DJs. Viva Menorca! Hier kann man das Leben von seiner schönsten Seite genießen!

 

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