Nikola Frates ist Senior Flight Attendant und hat 15 Jahre in Italien gelebt. Nicht irgendwo in Italien, sondern in der Modemetropole Mailand. Kurz entschlossen hat die sympathische Flugbegleiterin einen Bericht für den myAustrianBlog verfasst. 

„Wir fliegen zunächst Wien-Mailand-Wien-Mailand und danach werde ich mit meinen Kolleginnen die kurze Zeit nutzen, die wir haben. Denn morgen früh geht es wieder retour nach Wien. Mein Plan: Ich zeige dem Rest der Crew meine Lieblingsorte im Schnelldurchlauf. Ein wenig Sightseeing, ein wenig Shopping und ein leckeres Abendessen mit klassisch Mailänder Aperitivo!“

 

Die Kamera ist heute unser ständiger Begleiter. Morgens um 6 Uhr ganz schön fies.

 

Wir beginnen unseren Arbeitstag mit dem Briefing des bevorstehenden Flugs nach Mailand und freuen uns schon auf die Reise nach Bella Italia. Eine kurze Kaffeepause später geht es bereits los: Sicherheitskontrolle, Busfahrt zum Aircraft, Emergency Equipment Check, die notwendigen Vorbereitungsarbeiten in den Galleys und in der Kabine. Das Boarding beginnt und ich mache das Welcome Announcement.

Das ganze Team ist super entspannt und die Stimmung überträgt sich auf alle Gäste. Bei bestem Wetter fliegen wir dahin und nach dem Service sind wir schon im Landeanflug auf die zweitgrößte Stadt Italiens. Obwohl wir schon häufig in Mailand waren, sind wir nach der Landung ein wenig aufgeregt: Ein gemeinsamer Tag in der Mode-Hauptstadt kommt auch nicht alle Tage vor!

 

Jeder Handgriff sitzt. Denise Bogendorfer bei der Arbeit.

 

Es wurde wohl noch nie so viel fotografiert, wie auf unserem Flug nach Mailand.

Nachdem wir den Flughafen Malpensa verlassen und unser Hotel erreicht haben, startet der Feierabend. Eine schnelle Dusche und wir sitzen im Malpensa Express in Richtung City! Das ganze Team berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen und Lieblingsorten in Mailand. Nach 40 Minuten Fahrt erreichen wir den Stadtbahnhof Cadorna

 

Der Mailänder Dom ist DAS Wahrzeichen der Stadt.

Der Bau startete 1386 und wurde erst 1965 endgültig fertiggestellt.

 

Wir steigen bei der Station „Duomo“ aus und betreten den Piazza del Duomo. Der Dom ist ein Beispiel für die außergewöhnliche italienische Architektur des Mittelalters. Für Touristen besonders interessant: Das Dach des Doms ist begehbar! Über 200 Stufen eröffnet sich ein atemberaubender Blick über ganz Mailand. Ein Muss für Reisende, die mehr Zeit als wir haben. Direkt neben dem Dumo befindet sich die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II. Benannt ist sie nach dem „Einiger von Italien“ und späteren König Viktor Emanuel II. und ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Gebaut wurde es bereits 1867 und strotzt nur so von Prunk. Marmor, Stuck und Fresken sind überall zu sehen. Wir sind beeindruckt von der exklusiven Atmosphäre… Neben Geschäften von Louis Vuitton und Prada befinden sich wunderschöne Bars und Restaurants, die zum Pausieren einladen, in der Galleria. Der achteckige zentrale Ort der Galleria, das Ottagono, wird das Wohnzimmer Mailands genannt, die Italiener machen hier gern Pause auf einen Kaffee und lassen das bunte Treiben an sich vorbeiziehen. Achtet auf den Mosaik-Fußboden! In der Mitte des Ottagono ist das Wappen des Savoyer Königshauses eingearbeitet. Wenn man hier seinen Schuhabsatz dreht, soll es Glück bringen. 

 

Die Galleria ist ein absolutes Must-See in Mailand.

 

Florian macht es vor, dreht euren Schuhabsatz im Wappen der Savoyer!

 

Im Il Camparino kann man seit 1915 mit Stil trinken.

 

Einen Drink nehmen wir noch nicht, wir entscheiden uns für den ersten von vielen caffè italianobevor wir unseren Spaziergang durch die Innenstadt fortsetzen. Da wird man etwas wehmütig, spazieren wir doch an den Größen des internationalen Modehimmels vorbei: Céline, Valentino, Malo, Armani, Gucci, Dolce & Gabbana… Wir bleiben stark und geben nicht ein kleines Vermögen aus.

 

Nein, das ist kein Blumengeschäft. Aber Dolce & Gabbana mag es anscheinend blumig!

 

Für uns gibt es nur Window Shopping.

Anstatt bei Dolce & Gabbana zu shoppen, gehen wir bei ihnen essen! Ja, ihr habt richtig gelesen: Das Bistrot in der Corso Venezia ist einladend und umweht ein Hauch von Eleganz. Zufrieden flanieren wir weiter durch die schönsten Ecken Mailands. 

„Ich kann es nur jedem empfehlen, sich etwas treiben zu lassen und die Innenstadt einfach auf sich wirken zu lassen. Neben den vielen exklusiven Geschäften vergessen die Touristen immer wieder um die Schönheit der Innenhöfe und Gassen!“

 

Mailands Innenstadt steht auf einer Stufe mit dem ersten Bezirk in Wien.

 

Traumhafte Innenhöfe und Gassen warten darauf, entdeckt zu werden!

Die letzte Station unserer Tour ist die romanische Kirche San Babila. Sie soll 1095 errichtet worden sein und gehört somit zu den ältesten Kirchen Mailands. Sie wurde im 16. Jahrhundert weiter ausgebaut, wodurch das Gebäude barocke Züge aufweist. Schaut euch die Kirche unbedingt von innen an, ein wirklicher Traum!

Nicht nur für Kirchenfans ein Erlebnis.

 

In der nächsten Woche erfahrt ihr, wie unser Mailand-Ausflug weiter gegangen ist. Wenn ihr Lust bekommen habt, selbst die Modemetropole zu entdecken und durch die Gassen zu schlendern, könnt ihr direkt hier buchen: