Ist man erst einmal Senior Passenger Service Agent (PSA), steht einer weiteren Karriere bei Austrian Airlines meist nicht mehr viel im Weg. Wir haben Senior PSA Erwin Kriegshammer befragt, was das Besondere an seinem Job ist.

 

Was ist der Unterschied vom Junior zum Senior PSA?

Erwin Kriegshammer, Senior PSA

 

Als Senior Passenger Service Agent ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren und viel Erfahrung zu haben. Man wird z.B. bei besonders fordernden Gates oder bei Langstreckenflügen wie z.B. nach Hong Kong oder Havanna eingesetzt. Das ist eine ganz eigene Erfahrung! Aber im Grunde machen wir dieselben Aufgaben wie die Juniors auch: Check-In, Boarding oder VIP-Service.

 

 

Was war Dein beruflicher Werdegang?

Ich habe maturiert, das Bundesheer gemacht und zu studieren begonnen. Nach zwei Semestern dachte ich, dass ich lieber Geld verdienen will. Da habe ich die Ausschreibung gesehen und mich dafür interessiert. Seitdem bin ich hier und habe an meinem Job bei Austrian Airlines einen Narren gefressen!

 

Was war notwendig, um vom Junior zum Senior PSA aufzusteigen?

Nach zwei Jahren als Junior PSA kann man bei uns die Diplomprüfung machen. Das ist eine umfangreiche und fordernde Prüfung, die über die Basisausbildung hinaus tiefe Einblicke in andere Abteilungen, Hintergrundprozesse und rechtliche Rahmenbedingungen gibt. Sie besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Teil. Wer sie besteht ist Senior Agent.

 

 

Welche Vorteile hat man als Senior gegenüber Juniors?

Viele interne Stellen, gerade in Wien haben die Diplomprüfung als Voraussetzung. Die Absolventen werden auch in anderen Abteilungen sehr geschätzt. Mit der Diplomprüfung steigt man auch in die nächste Gehaltsstufe auf, was nicht unwesentlich ist (grinst).

 

Welche Skills sind in dieser Position besonders wichtig?

Egal ob Trainer, Support, Supervisor oder normaler Senior PSA: man kommt viel öfters in Situationen, in denen manch einer Schwierigkeiten hat, einen kühlen Kopf zu bewahren. Man sollte auf jeden Fall belastbar sein und mit größeren Menschenansammlungen umgehen können.

 

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Euch aus?

Einstempeln, umziehen, in das Briefing setzen. Hier werden alle Agents über Stornierungen, Verspätungen und sonstige „Irregularities“ informiert. Danach schaue ich in das „Staff Communication“ Programm, das mir meine Tageseinteilung zeigt. Ein Tag beinhaltet normale Aufträge an Check-In-Schaltern oder Gates über Passagier-Begleitungen, Aufträge für Kundenairlines, Airportführungen, Einschulungen, etc.

Unsere Dienste sind zwischen sechs und 12 Stunden lang, nach spätestens sechs Stunden habe ich eine dreiviertel Stunde Pause.

 

Was sind die Herausforderungen des Jobs?

Es kann mitunter recht hektisch sein, gerade im Sommer. Alle wollen wegfliegen und wir haben alle Hände voll zu tun. Da ist es wichtig, die Hektik der Leute nicht anzunehmen, durchzuatmen und einfach eines nach dem anderen zu erledigen. Manchmal verpassen Gäste ihren Flug, haben zu viel Gepäck oder werden aus anderen Gründen laut. Das muss man wegstecken können, sonst wird man hier nicht glücklich.

 

 

Was macht Deinen Job so interessant?

Jeder Tag bringt etwas Neues! Ganz simpel.

 

Welche Aufgabe ist die beliebteste unter den PSA´s?

Da wird sicherlich jeder etwas Anderes antworten! Für mich sind es die Langstreckengates! Die alleinige Verantwortung zu haben über eine Boeing 767 und alle Passagiere, die da drauf passen ist schon gewaltig!

 

 

Was macht Dich stolz?

Wenn wir als Team, als Station Wien Ausnahmesituationen meistern! Wie z.B. den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, die technischen Probleme bei der Flugsicherung oder Tage, an denen Massen von Menschen unsere Hilfe brauchen. Wenn ich an so einem Tag die Uniform ausziehe, in den Spind hänge und mit meinem Kollegen anstoße, bin ich stolz in diesem Team arbeiten zu dürfen!

 

Wie fühlt es sich an, die rote Austrian Airlines-Uniform zu tragen?

Ich versuche immer möglichst authentisch zu sein, weil das meiner Erfahrung nach deeskalierend und charmant wirkt. Vor allem der Wiener Schmäh! Ich kann nicht bestreiten, dass ich in Uniform anders auf Menschen zugehe und auch anders wahrgenommen werde. Man ist schon irgendwie stolz, dieses rote Sakko zu tragen.

 

 

Wie lässt sich dein Job mit Deinem Privatleben vereinbaren?

Puh! Anfangs ist das schon etwas schwierig. Der Schichtdienst ist gewöhnungsbedürftig, aber man lernt schnell zu planen und findet bald die Balance. Ich studiere nebenbei und mir hilft meine Arbeit total, weil sie mir eine gewisse planerische Freiheit gibt, die ich mit fixen Arbeitszeiten nicht hätte.

 

Was sind Deine nächsten Ziele bei Austrian Airlines?

Ich möchte gerne entweder Senior Trainer oder Support Agent und in weiterer Folge Operations Manager werden! Als Senior Trainer ist man für Basiskurse, Ausbildung von KollegInnen auf Außenstationen, Weiterbildungen und laufende Updates zuständig.

 

Wir sagen: DANKE für das Gespräch und wünschen Erwin Kriegshammer und allen Interessieren für einen „myAustrian Job“ viel Erfolg beim Abheben auf der Austrian Airlines Karriereleiter!

 

Wenn ihr mit uns beruflich abheben wollt, findet ihr alle Infos hier!