Venetien, Venezien oder Vèneto: egal, wie man diese wunderschöne Region in Nordostitalien nun nennt, sie ist ein Paradies für Genießer und Kunst- und KulturliebhaberInnen. Neben seiner Hauptstadt Venedig liegen hier auch Verona, Vicenza oder Padua. Geschichtsträchtige Städte, wunderschöne Weingärten, Wälder und Berge. Und viele freundliche – und vor allem gastfreundliche Menschen gibt es hier. Prosecco statt Glühwein, grüne Wiesen statt Schnee, Gondeln statt Sessellifte: myAustrian Fans Nicola und Stephan lieben Venetien und verraten uns, wie sie hier am liebsten dem Winter entfliehen. 

 

Venedig

Mit Austrian Airlines ist man dreimal täglich in einer guten Stunde in Venedig. Wer die Lagunenstadt vom Wasser aus erleben will, und zwar möglichst authentisch, nehme am besten das Vaporetto Nr. 1 von der Piazzale Roma. Dieser Wasserbus fährt den gesamten Canale Grande entlang bis zum Lido und bietet atemberaubende Ausblicke auf Palazzi und Co. Da wir unabsichtlich in die Weihnachts-Rush-Hour geraten waren, stiegen wir relativ bald wieder aus und ließen uns zu Fuß durch die Stadt treiben. Mit einem Snack aus einer Bäckerei genossen wir die Mittagssonne, bevor wir uns wieder in den Trubel am Markusplatz und auf der Ponte Rialto warfen.

Padua

Nur etwa 40 Auto- bzw. Zugminuten von Venedig entfernt liegt Padua. Die Universitätsstadt, die vor allem für seine Medizin-Uni bekannt und berühmt ist, hat uns sofort für sich eingenommen. Obwohl es eine der ältesten italienischen Städte ist, verleihen ihr die vielen jungen Menschen einen spritzigen Flair. Dies, verbunden mit einer herrliche Architektur, lebendigen Märkten und pittoresken kleinen Gässchen, die unverhofft zu hübschen Plätzen führen, macht jeden Stadtspaziergang zum Erlebnis. Wir wohnten direkt am Prato della Valle, mit seinen etwa 90,000 m2 der drittgrößte Platz in Europa. Von dort aus ist man schnell auf der Via Roma mit seinen zahlreichen Lokalen und Geschäften, der Basilica di Sant’Antonio, einer der wichtigsten Heiligtümer Italiens oder beim Palazzo della Ragione.

Wenn ihr nur eine einzige kulturelle Sehenswürdigkeit in Padua besucht, dann unbedingt die Capella degli Scrovegni. Für sie hat Giotto im 13. Jahrhundert sein weltberühmtes Fresko gemalt. Wir empfehlen, die Komplikation auf sich zu nehmen und sein Ticket vorab zu bestellen, da der Besuch nur in kleinen Gruppen mit beschränkter Teilnehmerzahl möglich ist. Zuerst bekommt man einen kurzen Film zu sehen, in dem die Geschichte der Kapelle und Details zur Entstehung erklärt werden. Danach darf man für 20 Minuten in die Kapelle. Ein netter Museumsmitarbeiter beantwortet Fragen auf Italienisch. Danach sind die BesucherInnen eingeladen, das Museum nebenan zu besichtigen. Und hier wurde es lustig für uns: Denn sobald wir überlegten, unauffällig den Ausgang zu suchen, erschien eine Aufsichtsperson, die uns freundlich aber bestimmt mit Worten wie „molto interesante“, „belissima“ etc. und bedeutungsvollen Blicken und Fingerzeigen zum nächsten Highlight geleitete. So arbeiteten wir uns durch eine atemberaubende Sammlung von Kunstwerken von unschätzbarem Wert, die mindestens fünf Jahrhunderte umspannt. Großartig!

Treviso: Von der Stada del Prosecco zum Monte Grappa

Weitere eineinhalb Stunden von Padua entfernt liegt die Gegend um Valdobbiadene. Hier sind die Prosecco-Traube und der italienische Grappa zu Hause. Für LiebhaberInnen italienischer Küche & Lebensart ein absoluter Traum – hier kann man sogar eine Pizzeria namens „Hollywood“ mit gutem Gewissen empfehlen! Sie befindet sich in Santo Stefano und man hat von dort einen wunderbaren Ausblick über die Weinberge. Die Strada del Prosecco führt von Conegliano über 33 km nach Valdobbiadene und lädt nicht nur zum Verkostungs-Rundgang sondern auch zum Fahrradfahren ein. An Wochenenden oder Feiertagen kann man top gestylte Italiener bei ihrer Ausfahrt beobachten – und sich dabei in der Sonne blinzelnd zuprosten. Wir empfehlen die Azienda Agricola Campion. Das Gut ist ein Familienbetrieb, der nicht  nur hervorragenden Prosecco anbietet, sondern auch vier entzückende Zimmer, liebevoll bewacht von den Hunden Asti und Jackie und einem weißen Pferd, dessen Namen wir vergessen haben.