Wer sich in Flugzeug zu breit macht, zieht schnell den Unmut der Mitreisenden auf sich. Hier ein paar Benimmregeln, damit der Flug für alle Beteiligten so angenehm wie möglich verläuft.

 

 

Meins oder deins?

Eine Frage, so alt wie der Linienflugverkehr: Wem gehören die Armlehnen in der Mitte? Unser Tipp: Die Passagiere auf den Außensitzen, die jeweils über eine eigene Lehne verfügen, sollten sich großzügig gegenüber den beengten Mitreisenden auf den mittleren Plätzen zeigen und eine Armlehne freiwillig abtreten.

 

Als Gentleman verreist es sich leichter.Der Platz am Fenster

Fensterplätze sind im Flugzeug mindestens genauso begehrt, wie der legendäre Tomatensaft (Warum eigentlich, trinken so viele Passagiere freiwillig den roten Gemüsesaft, würden ihn aber am Boden garantiert nicht anrühren? Aber das nur so nebenbei gefragt…). Sollten Sie einmal nur einen Gang- oder Mittelplatz erwischt haben, ist es am besten, diesen Umstand schlicht und ergreifend zu akzeptieren. Gehen Sie davon aus, dass ihr glücklicherer Mitreisender am Fenster nicht zufällig auf seinem Platz gelandet ist, sondern er ihn sich – so wie Sie – ausdrücklich gewünscht hat. Nerven Sie ihn also nicht mit demonstrativem Rüberbeugen über sein Bordtischchen und schmachtenden Blicken auf die Wolkendecke. Auch seufzende Aussagen wie „Mein Kind hat sich schon soooo auf den Fensterplatz gefreut.” sollten Sie unterlassen. Checken Sie das nächste Mal einfach früher ein.

 

Guter Rückhalt

Reißen Sie nicht unvermittelt an der Rückenlehne ihres Vordermannes und ziehen Sie sich beim Aufstehen nicht daran hoch. Das Zurückschnellen kann mitunter unangenehmer werden, als so manche Turbulenz. Wenn Sie Ihre Rückenlehne nach hinten kippen wollen, sollten Sie dies nicht ruckartig tun, sondern ihren rückwärtigen Sitznachbarn entsprechend vorwarnen.

 

Bewahren Sie Ruhe

Glauben Sie uns: Sie verlieren keine einzige Minute, wenn Sie nach Erlöschen des Anschnallzeichens einfach sitzen bleiben, anstatt aufzuspringen und hektisch nach dem Handgepäck zu krallen. Am Gepäckband sieht man sich sowieso wieder!

 

Freiwillige Sperrstunde

Alkohol ist kein probates Mittel gegen Flugangst. Bedenken Sie immer: Drinks an Bord wirken prinzipiell schneller als am Boden. Schauen Sie während Ihrer Flugreise also nicht zu tief ins Glas – buchen Sie sich gegen Ihre Flugangst lieber ein entsprechendes Seminar! Übrigens: Der Kapitän hat das Recht, Reisende, die schon betrunken an Bord kommen, wieder aus dem Flieger zu werfen (vor dem Start natürlich…).

 

Wider der Thrombose – und der schlechten Stimmung

Die Thrombose-Gefahr ist nicht zu unterschätzen. Wenn Sie – aus gutem Grund! – vorhaben, während des Flugs öfters aufzustehen um sich die Beine zu vertreten, empfehlen wir, schon im Vorhinein einen Platz am Gang oder vor den Notausgangstüren zu buchen. Denn wer ständig seine Sitznachbarn zum Aufstehen nötigt, verhindert zwar die eigene Thrombose, treibt aber mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit den Blutdruck der Mitreisenden in gefährliche Höhen.